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Chormusik, Orgelbau und Orgelmusik gehören zum immateriellen Kulturerbe!

Am 11. Dezember 2014 hat Deutschland die Empfehlungen eines unabhängigen Expertenkomitees bestätigt, Orgelbau und Orgelmusik und die Chormusik in deutschen Amateurchören in das neue bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen. Dadurch wird das entsprechende UNESCO-Übereinkommen umgesetzt, dem Deutschland 2013 beigetreten ist. Dessen Motto lautet: "Wissen. Können. Weitergeben."

Immaterielles Kulturerbe sind lebendige kulturelle Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen werden. Die Menschen spielen die Schlüsselrolle, es geht also nicht primär um die Konservierung eines überkommenen Erbes, sondern um die praktizierte Ausdrucksform und ihre soziale Bedeutung.

Der weltweit beachtete Titel "Immaterielles Kulturerbe der Menschheit" beinhaltet keine finanzielle Förderung seitens der UNESCO. Wird eine kulturelle Ausdrucksform in ein nationales Verzeichnis oder eine der internationalen Listen des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, fördert dies den Respekt und die Wertschätzung gegenüber den betreffenden Gemeinschaften, Gruppen und Individuen und ihrem immateriellen Kulturerbe. Eine Anerkennung durch die UNESCO hilft auch, kulturelle Ausdrucksformen dauerhaft durch kulturpolitische Maßnahmen zu schützen. Die Auszeichnung hat auch Bedeutung für den Denkmalschutz und den Tourismus, da sie den Kulturtourismus und die lokale, regionale und nationale Wirtschaft unterstützen kann.

Text: Christa Kirschbaum / UNESCO

Weitere Infos: www.unesco.de/kultur/immaterielles-kulturerbe