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Im Zuge der Herbstsynode 2015 hat die Landessynode unserer Landeskirche beschlossen, im
landeskirchlichen Teil des Haushalts die Einsparvorgabe in Höhe von 25 % der Personal- und
Sachkosten auch für die Kirchenmusik bis 2026 umzusetzen. In diesem Zusammenhang soll bis 2019
ein Gesamtkonzept erstellt werden, das die Bedingungen kirchenmusikalischer Arbeit in unserer
Landeskirche neu regelt. Bezogen auf das Gebiet der Landeskirche soll eine Kürzung um 13 Stellen,
von derzeit 53 auf dann nur noch 40 Stellen stattfinden: das ist die optimistische Zahl; bezogen auf
die mutmaßliche finanzielle Entwicklung unserer Landeskirche könnte langfristig auch eine
Reduzierung auf nur noch 30 Stellen drohen.

Der Verband evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sieht diese Entwicklung mit
großer Sorge. Durch die kirchenmusikalische Arbeit werden in unserer Landeskirche sehr viele
Menschen an die Kirche gebunden. Und - was keine Statistik zum Ausdruck bringt:
kirchenmusikalische Arbeit generiert langfristige Bindungen, die sich nicht in Jahren, sondern in
Jahrzehnten misst.

Es gehört zu einer verantwortbaren Finanzplanung, die voraussehbaren Ausgaben an die erwartbaren
Einnahmen anzupassen. Kritisch hinterfragt werden muss dieser Prozess jedoch, wenn die zu
erwartenden Kürzungen in keinem Verhältnis stehen zum Schaden, den sie anrichten. Dies tut unser
Verband.

Wenn die finanziellen Bedingungen für ein derart mächtiges Instrument zur Gewinnung und Bindung
von Menschen, wie es die kirchenmusikalische Arbeit darstellt, in der geplanten Weise
heruntergefahren werden, dann riskiert man, dieses Instrument zu verlieren und dann riskiert man,
mit diesem Instrument auch das zu verlieren, was unser stärkstes Kapital gerade auch in eine
demografisch ungewisse Zukunft hinein ist: die Bindung von Menschen an unsere Kirche. Dabei wird
oft übersehen, dass Kirchenmusik wie kein zweiter Arbeitsbereich in unserer Kirche multiplikatorisch
wirkt. Einsparungen von 25 Prozent im finanziellen Bereich werden daher zu einem Rückgang im
Hinblick auf die Erreichbarkeit von Menschen durch kirchenmusikalische Arbeit führen, der deutlich
über 25 Prozent liegen wird.

Gerade in einer durch die Ausdehnung in der Fläche geprägten Landeskirche - wie der von
Kurhessen-Waldeck - ist eine hinreichende Präsenz von hauptamtlichen Kirchenmusikerinnen und
Kirchenmusikern dringend nötig. Sonst verlieren wir bei der Betreuung der Nebenamtler, wir verlieren
in der Ausbildung von Organistinnen und Organisten, wir verlieren im integrativen Wirken in die
Chöre hinein, wir verlieren nicht zuletzt in der Professionalität der Außenwirkung. All das hält nicht
nur die kirchenmusikalische Arbeit zusammen, all das trägt auch dazu bei, dass unsere Gemeinden
Identität, Arbeitsfähigkeit, Anziehungskraft haben.

Kontakt

Vorsitzender: 
Christian Zierenberg

Telefon:
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